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Fehlsichtigkeiten

Das menschliche Auge ist ein äußerst komplex aufgebautes Sinnesorgan, welches physikalische Reize (Licht) in Farbe umsetzt und uns somit das Sehen ermöglicht.
Diese Sehfunktion erfüllt das Auge durch viele Hilfseinrichtungen. Dazu zählen ein besonderer Aufbau der Augenhaut, dessen innere Schicht als Netzhaut (Retina) bezeichnet wird, der von ihr umhüllte Glaskörper (Corpus vitreum), die Augenlinse (Lens oculi), der Ziliarkörper (Corpus ciliare), die Regenbogenhaut (Iris) sowie eine ausgeprägte Augenmuskulatur und ein Sehnerv (Nervus opticus).

 

Auf der Retina wird der einfallende Reiz (Licht) durch Sinneszellen (Stäbchen und Zapfen) wahrgenommen und anschließend in Form von Nervenimpulsen über den Sehnerv (Nervus opticus) an das Gehirn weitergeleitet. Hier erfolgt die Wahrnehmung des Gesehenen. Der Glaskörper (Corpus vitreum) spielt innerhalb dieses komplexen Vorganges, zusammen mit der Linse (Lens oculi), eine wichtige Rolle in der Lichtbrechung. Der Ziliarkörper ermöglicht durch Kontraktion oder Entspannung eine Vor- oder Rückwölbung der Linse. Die Regenbogenhaut (Iris) reguliert als Ringmuskel den Lichteinfall.

Häufig entstehen in diesem ausgeklügelten System Schwächen. Diese Schwächen können altersbedingt aber auch in jüngeren Jahren auftreten und sogenannte Fehlsichtigkeiten (Ametropie) hervorrufen.
In Fachkreisen spricht man dann von Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) oder Alterssichtigkeit (Presbyopie).

 

Die Kurzsichtigkeit (Myopie) entsteht durch einen zu langen Augapfel. Weit entfernte Gegenstände können dann nicht mehr wahrgenommen werden.
Normalerweise besitzt das Auge eine Länge von 24 mm. Diese Normlänge ermöglicht die Abbildung der gebündelten Lichtstrahlen auf dem Schärfsten Punkt des Sehens (Fovea centralis).
Ist das Auge zu lang (wie im Falle der Kurzsichtigkeit), werden die Lichtstrahlen bereits vor diesem Punkt gebündelt. Ein scharfes Sehen in der Weite ist dann nicht mehr ohne Hilfsmittel möglich.
Um trotzdem in der Ferne sehen zu können, kann diese Art der Fehlsichtigkeit durch eine Brille mit sogenannten Streulinsen korrigiert werden. Diese Linsenart ist konkav geformt, verlängert den Weg des Lichtes und bewirkt eine Bündelung der Lichtstrahlen auf der Netzhaut im Punkt des schärfsten Sehens.

Eine Weitsichtigkeit (Hyperopie) besteht dann, wenn der Augapfel zu kurz ist und die Lichtstrahlen erst hinter der Netzhaut gebündelt werden können. In diesem Fall der Fehlsichtigkeit können nahe Gegenstände nicht mehr scharf wahrgenommen werden. Ausschließlich ein Sehen in der Ferne ist möglich. Als geeignete Korrekturmöglichkeit dient eine Brille mit Sammellinsen. Diese Art der Linsen ist konvex geformt und bündelt das Licht. Die Bündelung der Lichtstrahlen bewirkt eine Abbildung des einfallenden Lichtes auf der Fovea Centralis der Netzhaut und ermöglicht somit ein scharfes Sehen nahe befindlicher Gegenstände.

Die Linse des menschlichen Auges verliert mit zunehmendem Alter an Elastizität. Der Elastizitätsverlust lässt sich unter anderem durch die Einlagerung von Kalk erklären. Durch diesen Vorgang ist die Linse in ihrer Akkomodationsfähigkeit eingeschränkt. Als Akkomodation bezeichnet man eine durch die Linse induzierte Umschaltung vom Nah- zum Weitsehen. Das Akkomdationsvermögen der Linse ist vor allem bedeutsam für das Sehen in der Nähe. Lässt dieses mit dem Alter nach wird der Mensch weitsichtig und es liegt eine sogenannte Alterssichtigkeit (Presbyopie) vor. Dieser physiologisch (altersbedingt normale) Zustand kann ab dem 45. Lebensjahr auftreten und besonders das Lesen erschweren.
In diesem Fall kann eine Lesebrille mit individuell angepassten Stärken, die sich an den von Ihnen gewünschten Lese- oder Arbeitsabständen orientieren, das Sehen erleichtern.

Neben den bereits hier erläuterten Fernbrillen bei Kurz- (mit Streulinse) und Weitsichtigkeit (mit Sammellinse), sowie der Lesebrille bei Alterssichtigkeit können Fehlsichtigkeiten auch mit anderen Brillenmodellen korrigiert werden. Dazu zählen Gleitsicht-, Bifokal und Arbeitsplatz- beziehungsweise Komfortlesebrillen.

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